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| Geschichte und Technik der Speicherkarten |
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 | | Speicherkarten starteten ihren Siegeszug bereits Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sie waren kreditkartengroß und es gab keinerlei Normen, sodass jeder Hersteller eigene Standards hatte. Die damals existierenden Speichertechnologien gestatteten nur relativ kleine Speicherkapazitäten und dies bei recht hohen Preisen. So kostete noch 1990 ein 512 KByte SRAM Karte ca. 1000,-- DM. Einsatz fanden diese Memory Cards ausschließlich in der Industrie. Erst durch die Erfindung und Entwicklung der FLASH Speichertechnologie durch TOSHIBA war die Basis für die Schaffung kostengünstiger Memory Cards mit hohen Speicherkapazitäten gegeben, die zudem noch durch den Anwender beliebig oft beschreibbar waren und für den Datenerhalt keine Energie benötigen. Zudem gab es zunehmend Entwicklungen, die ein solches Speichermedium dringend erforderlich machten. FLASH Speicherkarten finden seit dem in immer mehr Consumeranwendungen ihren Einsatz. Heute kann ohne Übertreibung gesagt werden, daß Speicherkarten die wichtigsten Speichermedien der Gegenwart und der Zukunft sind.
Hauptanwendungen sind derzeit: - Digitalkameras
- Fotohandys
- MP3 – Player
- Palmtops
- Multifunktions-Handys
- Diktiergeräte
- und viele andere mehr ...
Es existiert eine Vielzahl an Speicherkartennormen - Wir stellen Ihnen die derzeit existierenden Systeme kurz vor: (die Reihenfolge stellt in keiner Weise eine Wertung dar) | | | |
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| ATA FLASH CARD |
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 Die ATA-FLASH-Speicherkarte (ATA = AT-Bus Attachment) wurde zuerst für den industriellen Bereich entwickelt, da es bei den FLASH Varianten der linearen PC Cards zu extremen Kompatibilitätsproblemen gekommen war (jeder neue Speicherchip verlangte neue Programmieralgorithmen und es waren spezielle FLASH File Systeme notwendig). Erstmals wurde auf einer Speicherkarte ein Controller integriert, der die gesamte Speicherverwaltung übernahm. Da diese Karte in ihren Abmessungen natürlich der PC-Card-Norm entspricht, ist sie für die meisten Consumeranwendungen zu groß und findet deshalb kaum noch Einsatz bei entsprechenden Produkten.
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| CompactFlash Card |
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 | | Eine volumenreduzierte Variante der ATA Flash Card ist die CompactFlash Card. Bei gleichem elektrischen Aufbau ist sie nicht einmal halb so groß und kommt mit einem 50poligen Connector aus (36,4mm x 42,8mm x 3,3mm). Durch einen einfachen mechanischen Adapter kann volle Kompatibilität zum bekannten PC-Card Slot erzielt werden. Auf jeder Karte befinden sich neben einer entsprechenden Ansteuerelektronik ein oder mehrere Speicherchips. Diese Technologie ermöglicht aufgrund der Vielzahl der Speicherchips immer größere Speicherkapazitäten als bei anderen Systemen (z.B. SSFDC, MMC, SD bzw. Memory Stick).
Derzeit sind bereits Speicherkapazitäten bis zu mehreren GByte verfügbar. Dieser Speicherkarten-Typ ist derzeit weltweit führend. Wie bei der ATA Flash Card gibt es auch bei der CF Card unterschiedliche Bauhöhen.
Man unterscheidet Type I (3.3mm dick) und Type II (5.0mm dick). In einem Kartenslot für den Type II können Type I Karten immer benutzt werden (jedoch nicht umgekehrt). Es ist sogar gelungen, in einem CF Type II Gehäuse eine mechanische Festplatte unterzubringen (IBM Microdrive). | | | |
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| SmartMedia Card (SSFDC Solid State Floppy Disc Card) |
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 | | Bei dieser Karte handelt es sich um eine konstruktiv sehr einfache, preiswerte Speicherkarte, die nur das reine Speicherbauelement (und keinerlei Ansteuerung/Controller) enthält. Auf einem einfachen „Plastikträger“ befinden sich 1 (bzw. 2) Standard NAND FLASH Speicher Chip(s), der (die) direkt auf die Rückseite der Kontaktfläche gebondet ist (sind). Bemerkenswert waren Mitte der 90er Jahre die äußerst geringen Kartenabmessungen von nur 37,0 x 45,0 x 0,76mm, die dazu geführt haben, dass die SmartMedia Card eine starke Verbreitung im Consumerbereich gefunden hat, z.B. in DSC, MP3 Player, Diktiergeräte u.s.w.. Die anfangs aufgetretenen Kompatibilitätsprobleme bei der Verfügbarkeit neuer Karten mit größeren Kapazitäten treten aufgrund fortgeschrittener Normung derzeit nicht mehr auf. | | | |
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| MultiMediaCard (MMC) und Secure Digital Card (SD Card) |
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 | | Dem Trend zur Verminderung des Volumens bei den verschiedensten Consumeranwendungen folgend, wurden und werden zunehmend immer kleinere Speicherkarten benötigt. Zuerst entstand aus diesem Grunde die MultiMedia Card mit minimalen Abmessungen von 32 x 24 x 1,4mm. Auf der Karte befindet sich ein Controller der den gesamten Datentransfer und auch die Speicherverwaltung übernimmt. Die Karte verfügt über 7 Pins.
Die MMC wurde anfangs hauptsächlich in Handys bzw. MP3-Playern eingesetzt. Da gerade bei MP3-Playern ein Problem hinsichtlich des Urheberrechts besteht, wurde auf der MMC basierend, eine weitere neue Speicherkarte entwickelt, deren Kopierschutz ein „ungesetzliches...wahlloses“ Kopieren verhindert und aufgrund der größeren Dicke auch größere Speicherkapazitäten bietet. Der SD Card wird allgemein eine große Zukunft vorausgesagt. Gegenwärtig sind Kapazitäten bis in den GB-Bereich verfügbar. Aufgrund der hohen Kompatibilität untereinander (SD Card hat 2 zusätzliche Pins und ist 2,1mm dick), können beide Typen in vielen Anwendungen alternativ verwendet werden. Von beiden Kartentypen sind inzwischen volumenmäßig verringerte Minivarianten (miniSD bzw. RS MMC (Reduced Size MMC) verfügbar, die durch spezielle Adapter der jeweiligen „Mutterkarte“ entsprechen können. Die bisherige teilweise Austauschbarkeit zwischen SD und MMC ist bei den Miniaturvarianten jedoch nicht mehr gegeben (vollkommen unterschiedliche Formfaktoren). | | | |
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| Memory Stick |
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 | | Parallel zur Entwicklung der MMC und SD Card erfolgte bei gleicher Zielsetzung die Entwicklung des Memory Sticks durch die Firma SONY. Dieser wird gegenwärtig auch meist in den Produkten dieser Firma eingesetzt und konnte auf dieser Basis in kürzester Zeit einen recht hohen Marktanteil erringen. Zu beachten ist jedoch, daß es eine Anzahl unterschiedlicher Derivate gibt. Neben der Standardvariante (nur bis 128 MByte verfügbar), gibt es den Memory Stick Duo (eine volumenmäßig reduzierte Variante) für entsprechende Anwendungen. Beide Typen gibt es auch als Magic Gate - ähnlich der SD Card soll ein unberechtigtes Kopieren urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindert werden. Für Anwendungen, die höhere Speicherkapazitäten und/oder höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten benötigen (z.B. Videoaufzeichnung), wurde der Memory Stick PRO entwickelt - hier ist allerdings ist zu beachten, dass dieser zu vielen älteren Anwendungen nicht kompatibel ist. Zusätzlich gibt es noch den Memory Stick Select, dieser hebt durch einen mechanischen Umschalter die bisherige Obergrenze von 128 MByte für die Speicherkapazität auf. Eine weitere neue HighSpeed Variante ist angekündigt. | | | |
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| xD-Picture Card |
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 Die xD-Picture Card ist der neueste Speicherkartentyp. Technisch besteht eine sehr hohe Verwandschaft zur SmartMedia Card (nur FLASH Chip auf der Speicherkarte/kein Controller) . Allerdings ist die xD-Picture Card bedeutend kleiner und entspricht damit dem Trend zur Miniaturisierung der Anwendungen (20,0 x 25,0 x 1,7mm).
Verwendet wird sie hauptsächlich von den beiden Kameraherstellern Fuji und Olympus, die damit ihre Abkehr von der SmartMedia Card vollzogen haben.
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| Trends bei Speicherkarten |
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Generell kann gesagt werden, daß gegenwärtig keine absolute Dominanz eines bestimmten Speicherkartentyps gegeben ist. Auch zukünftig dürften verschiedene Kartentypen nebeneinander am Markt bestehen, auch wenn sich die Marktanteile zueinander verschieben. Die Tage der SmartMedia Card dürften allerdings gezählt sein, der erfolgreiche Klassiker muß der rasanten Entwicklung seinen Tribut zollen.
Da die Entwicklung auch jetzt nicht stehen bleiben wird, werden sicher auch in Zukunft neue Speicherkartentypen entwickelt und dem Consumenten vorgestellt und angeboten werden (z.B. FISH Memory oder T-Flash). Zum Datenaustausch mit den PC gibt es Schreib-/Lesegeräte (auch Photoreader genannt) mit einem oder auch mehreren Slots für die unterschiedlichsten Speicherkarten und Adapter für die gebräuchlichsten Schnittstellen.
Weitere Infos zum Thema Speicherkarten finden Sie unter www.wikipedia.de |
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